NSU: Rechter Terror und das Versagen des Staates

Drei Jahre ist es her, dass sich der “Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) selbst enttarnte. Zehn Morde, mehrere Sprengstoffanschläge und zahlreiche Banküberfälle gehen auf das Konto dieser rechten Terrorgruppe. Die Täter waren keine isolierte Zelle, sondern fest in organisierte Strukturen – nicht nur in Thüringen oder Sachsen – eingebettet.

 

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Donnerstag, 13. November 2014
19 Uhr
VHS
Haagestraße 4
Lüneburg

 

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Der rechte Terror des NSU erwuchs aus dem Rassismus in der Gesellschaft, der Verharmlosung der rechten Gefahr, dem systembedingten Versagen der Geheimdienste und Behördenkumpanei. Eine Spur braunen Terrors zieht sich durch Deutschland: neun Morde mit derselben Waffe und die rätselhafte Hinrichtung einer Polizistin. Die aus der Türkei und aus Griechenland stammenden ermordeten Gewerbetreibenden wurden durch staatliche Ermittlungen kriminalisiert und es wurde gegen ihre Angehörigen ermittelt. Rassismus und neofaschistische Ideologie wurden als Motive ausgeschlossen, Spuren, die in die rechte Szene führten, wurden nicht weiter verfolgt. Fazit der zahlreichen Untersuchungsausschüsse: Schreddern, Spitzeln, Staatsversagen.

Die Veranstaltung dient dem Versuch einer Bestandsaufnahme und zeigt, welches Bild sich heute vom NSU zeichnen lässt. Vom Entstehen des braunen Terrors, dessen Unterstützer aus dem „Thüringer Heimatschutz“, den Neonazi-Kameradschaften, der NPD und dem internationalen Neonazi-Netzwerk „Blood & Honour“sowie das jahrelange Wegschauen von Verantwortlichen aus Politik und Sicherheitsbehörden.

Eine Veranstaltung mit Katharina König. Abgeordnete im Thüringer Landtag und ehemalige Obfrau für die Linksfraktion im Thüringer NSU-Untersuchungsausschuss.

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