Es ist Krieg in Europa!

Der Wahnsinn hat begonnen und die Ukraine ist von den russischen Truppen landesweit massiv angegriffen worden.

Bild von Xavier Turpain auf Pixabay

In Lüneburg kamen am Abend in all der Verzweiflung ca. 250 bis 300 Menschen auf dem Marktplatz zusammen, um gemeinsam ein Zeichen für Frieden zu setzen und an die Machthaber zu appellieren, die Kriegshandlungen umgehend und sofort einzustellen!

Wir veröffentlichen hier den Redebeitrag der Falken, der heute dort gehalten wurde:

Zuerst möchten wir allen vom Krieg betroffenen unsere Solidarität aussprechen.
Am Donnerstagmorgen griff das russische Militär Orte in der ganzen Ukraine an. Der russische Präsident Putin kündigte diese Angriffe unmittelbar davor in einer Fernsehansprache an. Den Einmarsch legitimierte er durch fadenscheinige, vorgeschobene Argumente.

Jetzt stehen wir hier heute zusammen und fordern: „Nie wieder Krieg, nieder mit den Waffen.“ Diese Losung als Maxime zur Bewertung jedes Krieges steht für mich fest.
Doch das zu fordern, fällt nicht schwer hier in Deutschland. Es fällt mir leicht, hier in Lüneburg, fernab vom Krieg.
Gleichzeitig kann ich nur ahnen, was die angegriffenen Menschen gerade fühlen, was sie sich wünschen. Aus ihren Häusern vertrieben, unter Beschuss. Der Gräul des Krieges hat viele Gesichter.
Würde ich mir da nicht wünschen, Soldaten würden kommen und diesen Feind vor dem Vormarsch stoppen?
Würde ich mir da nicht wünschen, jemand möge kommen, um mich zu retten?

Die Ambivalenz zwischen einer Verurteilung jeden Krieges und dem Wille, vom Krieg betroffenen Menschen zur Seite zu stehen, macht mich sehr unsicher.
Doch eine sozialistische Antwort auf Russlands Krieg kann und darf kein eigener Krieg sein. Wir werden nicht fordern, NATO-Truppen sollten in den Krieg eingreifen! Wir werden nicht fordern, Deutschland sollte Waffen an die Ukraine liefern! Deutsche Waffen haben schon in den beiden Weltkriegen in der Ukraine gemordet. Wir dürfen nicht zulassen, dass sie es erneut tun! Denn wir wollen Frieden und keinen Krieg der Großmächte um die Vorherrschaft in der Ukraine!

Und würden die moralischen Gründe für eine militärische Intervention, eine kriegerisches Eingreifen der NATO, noch so ehrenwert sein, worauf würde das hinaulaufen? Wir haben alle gesehen, wie der katastrophale NATO-Einsatz in Afghanistan letztes Jahr in einem Desaster endete. Das hat uns nur ein weiteres Mal vor Augen geführt: Unser Ziel – Frieden – kann nicht mit Waffengewalt erreicht werden. Um die Werte Frieden, Demokratie und Freiheit durchzusetzen ist der Krieg das falsche Mittel!

Deshalb fordern wir:
Erstens: Den sofortigen Abzug der russischen Truppen aus der Ukraine!
Zweitens: Eine Fortsetzung diplomatischer Gespräche aller Beteiligten unter noch größeren Anstrengungen und mit der Bereitschaft beider Seiten, Zugeständnisse zu machen!
Und Drittens: Humanitäre Hilfe für die vom Krieg betroffene Bevölkerung vor Ort!

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