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Apr 02

550 Jugendliche –auch aus Lüneburg– gedenken der Opfer des Nationalsozialismus

Pressemitteilung unseres Bundesverbandes vom 02. April 2015

Anlässlich des 70. Jahrestags der Befreiung vom Faschismus veranstaltet die Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken vom 06.-10.04.2015 eine Gedenkstättenfahrt nach Krakau und Auschwitz, um über die Aktualität von Antifaschismus und über emanzipatorische Formen des Gedenkens zu debattieren. Die Gedenkstättenfahrt wird in einem Blog live dokumentiert und kann unter gedefa.tumblr.com verfolgt werden.

Seit mehreren Monaten haben sich gut 550 Jugendliche in der ganzen Republik auf diese Fahrt vorbereitet, sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinandergesetzt und über Formen des Gedenkens diskutiert. Nun werden sie im Rahmen der Gedenkstättenfahrt diese Diskussionen in mehr als 60 Workshops fortsetzen. Außerdem werden die Teilnehmenden in kleinen Gruppen die Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen und in einer selbstgewählten Form der Opfer des Nationalsozialismus gedenken. Die Jugendlichen werden von ehrenamtlichen Helfer*innen und Multiplikator*innen begleitet, die eine Ausbildung in Gedenkstättenarbeit erhalten haben.

Josephin Tischner, Bundesvorsitzende der SJD – Die Falken blickt zurück: „Die Falken waren die ersten, die nach dem Ende des Nationalsozialismus in Gedenkstätten gefahren sind und mit der Verdrängungskultur gebrochen haben. Heute, 70 Jahre später, gilt es neue Wege in der Gedenk-Pädagogik zu finden. Dies versuchen wir mit dem starken Bildungscharakter und dem Konzept des dezentralen Gedenkens umzusetzen.“

Für die Falken gehören Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus und antifaschistisches Engagement eng zusammen, wie Immanuel Benz, Bundesvorsitzender der SJD – Die Falken betont: Es ist wichtig, der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. Doch Erinnern an das, was gewesen ist, darf uns nicht darüber beruhigen, was heute ist! Ob AFD oder Pegida – diese Phänomene zeigen, dass rassistisches Gedankengut nie aus der Mitte der Gesellschaft verschwunden ist. Gedenkstättenfahrten sind daher ein zentraler Baustein unserer antifaschistischen Arbeit, bei dem wir jedoch nicht stehenbleiben!“

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