März 17 2010
Deutscher Bundesjugendring: Sparmaßnahmen in Sachsen beschädigen die Jugendarbeit!
März 17 2010
Deutscher Bundesjugendring: Werkstätten der Demokratie nicht in ihrer Existenz bedrohen!
Berlin, 09.03.2010 Der Jugendarbeit in Sachsen wird die finanzielle Grundlage entzogen. Der Deutsche Bundesjugendring, das Netzwerk der bundesweit tätigen Jugendverbände und der Landesjugendringe, beurteilt Kürzungen der Finanzmittel für die Jugendarbeit als kurzsichtige Politik. „Jugendverbände sind Werkstätten der Demokratie, sie dürfen nicht in ihrer Existenz bedroht werden“, sagt Sven Frye, Vorsitzender des Deutschen Bundesjugendrings.
Die Konferenz der 16 Landesjugendringe, die derzeit in Bremen tagt, hat ebenfalls Stellung zu den Kürzungen in Sachsen genommen. In einer Resolution erklären sie: „Jugendverbände geben Kindern und Jugendlichen auf deren Suche nach ihrem eigenen Lebensweg, ihren Werten und Haltungen vielfältige Räume zum Ausprobieren und begleiten sie mit Rat und Tat“. Das Engagement vieler Kinder und Jugendlicher in den Jugendverbänden hat deswegen vielfältige positive und notwendige Folgen für die Zivilgesellschaft. „Für eine demokratische Gesellschaft ist das Angebot der Jugendverbände eine wichtige Säule“, betont auch Sven Frye. Wenn dieser wichtigen Arbeit die finanzielle Basis geraubt wird, hat das verheerende Folgen: Das Vertrauen in die Demokratie geht verloren, rechtsextreme und demokratiefeindliche Gruppierungen finden Zulauf. „Wir fordern die sächsische Landesregierung deswegen auf, die notwendigen Rahmenbedingungen für die Jugendarbeit dringend zu erhalten und sogar auszubauen“, betont Sven Frye.
In ihrer Resolution weisen die Landesjugendringe auch Äußerungen der sächsischen Staatssekretärin im Sozialministerium, Andrea Fischer, entschieden zurück. Sie hatte die Kürzungen verteidigt und gesagt: „In einem Bild gesprochen heißt das: Kein Geld mehr für Häkelkurse für Mädchen im ländlichen Raum, dafür aber an Brennpunkten einen Streetworker mehr“ (Lausitzer Rundschau). Aus Sicht des DBJR und der Landesjugendringe zeugt diese Sichtweise von fehlendem Verständnis der zivilgesellschaftlichen Potenziale des Engagements von Kindern und Jugendlichen in den Jugendverbänden.
März 13 2010
„Wir kaufen uns die F.D.P.“
Unter diesem Motto trafen sich heute ein Zusammenschluss von Jusos, der Linken Jugend (Solid), den Falken sowie Privatpersonen vor der Mensa der Uni Lüneburg.März 01 2010
Kommentar: Tag der Zivilcourage nur Budenzauber
Da ruft der Innenminister „Hüpf“ und alle hüpfen?
Dazu sagt er noch: „Hüpf genau in zwei Wochen“… Etwas kurzfristig Herr Schünemann, oder?

- 73 % der Aktionen werden von Uniformierten (Polizei/Bundespolizei) und
- 8 % von Kriminalpräventionsräten veranstaltet.
- 19% werden von Gewerkschaften, Schulen oder Jugendeinrichtungen bestritten
Zivilcourage ist viel zu wichtig. Sie sollte im Alltag verankert sein und nicht an einem Aktionstag nur gezeigt werden!
Solange aber wirkliche Zivilcourage kriminalisiert wird, wie bei den Aktionen gegen Naziaufmärsche zum Beispiel in Lüneburg oder jüngst in Dresden, bei Anti-Atom-Aktionen, bei SchülerInnen-Streiks, ist so ein Aktionstag nicht mehr als Budenzauber und Popanz!
Feb. 26 2010
Regelförderung für Jugendverbände und ehrenamtliches Engagement
Seit Jahren kämpfen ehrenamtlich organisierte Verbände und Vereine mit einer immer unsozialeren Förderpolitik. In weiten Bereichen werden Regelförderungen, da wo es sie gab, abgeschafft oder eklatant gekürzt. Dies passiert oft mit der Begründung, dass diese Förderungen so genannte „Freiwillige Leistungen“ seien. Diese so klassifizierten Ausgaben, ob nun auf kommunaler, Landes- oder Bundesebene können somit je nach Belieben gekürzt oder gestrichen werden.
Bereits vor mehreren Jahren wurde dies im Auftrag des ABA-Fachverbandes Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen e.V. in dem Rechtsgutachten durch Prof. Dr. Fieseler (Uni Kassel) »Kinder- und Jugendarbeit – Zur Rechtsverbindlichkeit der Leistungen nach dem SGB VIII in Zeiten „leerer Kassen“« (hier aufgegriffen vom „Zentralblatt für Jugendrecht 2003, Heft 5, S. 165 ff.“) untersucht. Dabei wurde festgestellt und gerügt, dass ein Großteil der als „Freiwillige Leistungen“ disqualifizierten Angebote im Kinder- und Jugendbereich nach ihrem Charakter eindeutig Regelleistungen sind, da das Kinder- und Jugendhilfe Gesetz (KJHG – jetzt SGB VIII) sie eindeutig im Regelkatalog vorsieht und nicht als Kann-Leitung freigibt.
Seit dem hat sich die Situation aber, wie bereits in der Begleitdiskussion zu diesem Gutachten gemutmaßt, weiter verschärft!
Jugendverbände mit ihrem starken Ansatz der Selbstorganisation, des ehrenamtlichen und bürgerschaftlichen Engagements bewegen sich mittlerweile am Rande der Insolvenz. Ehemals als gesellschaftliche Aufgaben definierte Förderungen „der Zukunft unseres Landes“ – der Jugend – werden willkürlich auf private oder öffentlich-rechtliche Stiftungen verlagert, die keinem Verein oder Verband eine Rechtssicherheit auf Förderung garantieren.
Ein Wettlauf auf kurzfristige, projektierte Arbeit ist im vollen Gang. Dabei reiben sich die Jugendverbände bei immer kürzer werdenden Förderzeiträumen (2 Monate bis maximal 1 Jahr) von Förderung zu Förderung mehr auf.
Eine immer umfassendere Antragslyrik und die begleitende / anschließende Abrechnung und Auswertung ist von kleineren Vereinen und Verbänden kaum noch zu leisten.
Unsere Forderung: Wer die Selbstorganisation, das ehrenamtliche Engagement von Kindern und Jugendlichen und damit den Einsatz für unsere Gesellschaft will, muss sich auch für eine nachhaltige, verlässliche Regelförderung in diesem Bereich aussprechen!
Denn: Ehrenamt bedeutet nicht, dass eine qualifizierte Leistung nun kostenlos erbracht wird. Ehrenamt braucht Hauptamt!
Diesem Thema widmet sich auch die jüngste „Genshagener Erklärung“. Dazu nimmt der Bundesjugendring wie folgt Stellung:
Der Deutsche Bundesjugendring begrüßt die Veröffentlichung der Genshagener Erklärung des Bündnis für Gemeinnützigkeit. Besonders erfreulich ist, dass die im Bündnis zusammengeschlossenen Dachverbände von Organisationen der Zivilgesellschaft sich für die Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen für Bürgerschaftliches Engagement engagieren. Diese ist auch ein Anliegen der Jugendverbände und Jugendringe, die im DBJR zusammengeschlossen sind. Die Genshagener Erklärung gibt in vielen Themenbereichen gute Impulse für die Gestaltung einer zukünftigen Engagementpolitik. In der Erklärung unterstreicht das Bündnis die wichtige Forderung nach einer zuverlässigen Infrastruktur als Basis für die Förderung von Engagement.
Die Frage eines Gesetzes zur Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements muss dabei aus Sicht des DBJR weiter diskutiert werden. Es gilt zu klären, ob ein Gesetz das geeignete Instrument ist, um das wichtige Ziel der langfristigen Förderung zu erreichen.
Der Deutsche Bundesjugendring sieht im Bündnis für Gemeinnützigkeit einen starken Partner bei der Weiterentwicklung des Politikfeldes „Bürgerschaftliches Engagement“. Er wird die bestehende Zusammenarbeit mit dem Bündnis intensivieren. In den Jugendverbänden und Jugendringen engagieren sich mehr als 5,5 Millionen junge Menschen ehrenamtlich. Der DBJR vertritt deren Interessen gegenüber Politik und Gesellschaft.
Feb. 26 2010
Greenpeace deckt auf: Masterplan der CDU für unendliche Laufzeiten von AKW!
Zitat aus dem Greenpeace-Blog:
„Der Atom-Masterplan der CDU
18. Februar 2010 · von
Heinz Smital
“Das Papier datiert vom August 2009 – doch sein brisanter Inhalt ist aktueller denn je. Was verharmlosend als „Strategie- und Schrittfolgepapier Kernenergie“ betitelt wurde ist nichts geringeres als die Blaupause für den Ausstieg aus dem Atomausstieg und eine Endlos-Verlängerung der Laufzeiten auch für die ältesten Schrottreaktoren.“
Feb. 19 2010
Jetzt anmelden für das Kinderzeltlager 2010!!!
So lautet das Motto unseres Kinderzeltlagers vom 26.06.-09.07.2010 bei Bad Seegeberg für Kinder von 6-12 Jahren.
Wir Falken garantieren jede Menge Spaß, Bewegung und ein anspruchsvolles inhaltliches Programm und in diesem Sommer wollen wir gemeinsam in Schleswig-Holstein zelten. Wir würden uns freuen, wenn DU mitkommst!!!
Feb. 10 2010
Da habt ihr es: Hartz IV muss neu berechnet werden!
Die Regelsätze gewähren kein menschenwürdiges Existenzminimum, so die Richter des BVerfG. Die Falken kritisieren das schon lange.
Die Bundesregierung muss die Bemessung der Regelleistungen im Rahmen der sogenannten Hartz-IV-Gesetze korrigieren. So die Urteilsverkündung des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe. Der Kinder- und Jugendverband SJD – Die Falken begrüßt dieses Urteil:
„Wir fordern schon lange, dass die speziellen Bedürfnisse und Wünsche von Kindern und Jugendlichen berücksichtigt werden müssen!“ erläutert der Bundesvorsitzende Sven Frye die Position des Verbandes. „Junge Menschen wollen an Freizeitaktivitäten teilnehmen, suchen den Austausch mit Gleichaltrigen, interessieren sich für Musik und Kultur, wollen mobil sein und haben ein Recht auf gebührenfreien Zugang zu Bildungsangeboten. Kinder und Jugendliche sind selbständige Persönlichkeiten mit besonderem Entwicklungsbedarf. Wir müssen die jungen Menschen als Subjekt ernst nehmen und in ihren Bedürfnissen respektieren.“ so Frye weiter.
Die politischen EntscheidungsträgerInnen dürfen nun nicht den Fehler machen, einfach nur neue Regelsätze in das alte Gehäuse einzubauen. PolitikerInnen sollten sich stattdessen in den Dialog mit den jungen Menschen begeben, um zu verstehen, was deren Bedürfnisse sind. Nur so kann eine sinnvolle Grundlage für die Berechnung erstellt werden. Durch die prozentuale Kürzung des Regelsatzes der Erwachsenen ist ein Regelsatz für die ‚Kurzen’ jedenfalls nicht zu errechnen.
„Das System Hartz ist ein Fehler!“ bringt Frye seine Kritik auf den Punkt. „Wir brauchen eine armutsfeste Grundsicherung für Kinder und Jugendliche, die neben der bestmöglichen Entwicklung auch gesellschaftliche Teilhabe garantiert.“
Genau diese Inhalte sind in der vor mehr als 20 Jahren von den Vereinigten Nationen beschlossenen Kinderrechtskonvention verankert. Deshalb empfiehlt die SJD – Die Falken der Politik, endlich die ernsthafte Umsetzung der Kinderrechte anzugehen. Beginnend mit der Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz, in Artikel 2, dem Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit.
* * * * *
Hintergrund:
Die Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Kindern und Jugendlichen. Mit den Falken können Kinder und Jugendliche Mitbestimmung und Selbstorganisation erleben, ins Zeltlager fahren, politisch aktiv werden oder sich als Freiwillige in der Gruppenarbeit engagieren. Ein wichtiger Aspekt ist die Internationale Begegnung mit Partnerorganisationen in der ganzen Welt.
Feb. 09 2010
Schule macht Kinder kaputt!
Nun ist es amtlich: Eine Studie der Leuphana, offenbar in Auftrag gegeben durch die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) ist just veröffentlicht und bestätigt die Vorbehalte gegen die schulische Olympiade. Die erleben wir seit den diversen PISA-/Iglu- und-so-weiter-Studien. Unsere Befürchtungen: Kinder leiden im zunehmenden Maß am System Schule, das sich immer weiter hinter Testereien, Leistungsermittlungen, Schulinspektionen und dergleichen versteckt. Leider ist offenbar mit den aussagekräftigen Studien über das deutsche Bildungssystem lediglich die Bildungsfolterkammer geöffnet worden. Fortschrittliche Schul- und Bildungsansätze finden nur punktuell Gehör.
Hier ein Auszug aus der Veröffentlichung der Leuphana:
„Studie zu Schulstress erschienen
19. Januar 2010 Sie sind gereizt, können schlecht schlafen und klagen über Schmerzen: Jeder dritte Schüler in Deutschland berichtet von regelmäßigen Stress-Symptomen. Das ergab jetzt eine aktuelle Studie des Instituts für Psychologie und des Zentrums für Angewandte Gesundheitswissenschaften (ZAG) de Leuphana Universität Lüneburg im Auftrag der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK). Betroffen sind vor allem Mädchen. 40 Prozent der Schülerinnen haben mehrmals in der Woche psychosomatische Beschwerden. Befragt wurden 4.500 Jungen und Mädchen im Alter von zehn bis 21 Jahren an 15 Schulen in vier Bundesländern. (…)“
Feb. 08 2010
Gastkommentar: Zu CDU-Röttgens Vor-/Rückstoß zum Thema Laufzeitverlängerung
Diskussion zum Atomausstieg;
verschiedene Beiträge in der SZ am 6. und 8. Februar 2010
- sie schon im Normalbetrieb zu Leukämieerkrankungen in der Umgebung führen,
- es keinen Schutz vor einem schweren Unfall mit Millionen von Toten und Krebskranken gibt,
- kein Atomkraftwerk wirksam gegen einen Terroranschlag gesichert ist,
- die deutschen Atomkraftwerke täglich mehr als eine Tonne hochradioaktiver Abfälle erzeugen, für die es kein sicheres Endlager gibt,
- die australischen und kanadischen Arbeiter, die das für den Betrieb unserer Atomkraftwerke benötigte Uran bergmännisch abbauen, unter Bedingungen ausgebeutet werden, die nach Aussagen von Fachleuten einem Völkermord gleichkommen.
- die Lebensräume der dort lebenden indigenen Völker durch den Uranbergbau verwüstet und radioaktiv kontaminiert werden.


Ich weiß nicht wie richtig war die umstimmen des Südens dursch Orthodoxe Kirche! Da müßte mann ein Balace schaffen und…