Eine Liste mit vermeintlich wohlgesinnten Journalisten, Argumentationshilfe für Union und FDP, eine U-Boot-Strategie für die SPD: Die Atom-Lobby hat den Wahlkampf bis ins Detail vorbereitet – um ihn aktiv zu steuern. Das belegt ein internes Strategie-Papier, das SPIEGEL ONLINE vorliegt.
Sep. 24 2009
Vortrag genial
Rund 50 faszinierte HörerInnen folgten den Ausführungen im 1. Teil des Vortrages von Ulrich Uffrecht im Hörsaal 3 der „Alten Uni“, am Standort Wilschenbrucher Weg / Rotenbleicher Weg.
Der Vortrag erklärte auf einfache, aber dennoch fundierte Weise Aspekte der Chemie, der Atomphysik bis hin zur Funktionsweise von Atomkraftwerken.
Hierbei widmete sich Herr Uffrecht auch gängigen Vokabeln und ihrer missverständlichen Deutungen in der öffentlichen Diskussion. Beispiele hierfür sind Begriffe, wie „Restrisiko“, „Grenzwerte“ und ähnliche zu nennen.
Dabei war interessant zu erfahren, dass beispielweise die zulässigen Grenzwerte für radioaktive Strahlung keineswegs die Sicherheit für Mensch und Tier maximieren sollen, sondern aus einer Minimax-Rechnung aus den Kosten und dem Aspekt der Sicherheit gebildet wird: Mit hohen Kosten kann ein Minimum an Strahlung erreicht werden, die die Biosphäre beeinflusst. Die beiden korrespondierenden Kurven (Strahlung und Kosten) besitzen in der Summe einen Tiefpunkt, an dem die Sicherheitsphilosophie von atomaren Anlagen orientiert wird.
Dieser Punkt repräsentiert aber nicht den höchsten Grad an Sicherheit, der mit den höchsten Kosten verbunden wäre…
Im heute folgenden 2. Teil des Vortrages, der wieder in der Uni im Roten Feld (NICHT UNI-CAMPUS!!!) stattfinden wird geht es dann um folgende Themen:
– Welche Folgen kann ein Reaktor-Unfall haben?
– Der „GAU“ und das „Restrisiko“
– Vorsorge und Katastrophenschutz
– Woher kommt das Uran?
– Das Entsorgungsproblem
Beginn ist wie gestern: 19:00 Uhr.
Sep. 18 2009
Einladung zum Vortrag
Am kommenden
Mittwoch und Donnerstag
dem 23. und 24. September 2009,
jeweils 19:00 Uhr
laden wir zusammen mit der ver.di-Jugend, dem DGB und dem Heinrich-Böll-Haus-Lüneburg und unterstützt von der Fachschaft Sozialwesen/Sozialpädagogik der Uni, zu einem sehr spannenden Grundlagenvortrag ein.
Als Referenten haben wir Ulrich Uffrecht aus Buxtehude gewinnen können, der es wie nur wenige versteht, komplexe Vorgänge in der Atomtechnologie für alle verständlich darzustellen und in ihren Zusammenhängen zu belassen…
Der Eintritt ist frei
(wenngleich Spenden willkommen sind)

Sep. 18 2009
Rückblick: Anti-Atom-Demo Berlin
Na, konntest Du nicht dabei sein, auf dem Weg nach und in Berlin?
Das ist zwar schade, aber hier mit diesem Falken-Podcast kannst Du die Stimmung zumindest in Form eines „Hörbildes“ wahrnehmen und die einzelnen Stationen des Sonderzuges von Lüneburg nach Berlin nachempfinden.
Für die mangelhafte Tonqualität im letzten Teil bei den Redebeiträgen bitten wir um Entschuldigung, wir standen zu weit von der Bühne entfernt…
Sep. 09 2009
Skandal: Gorleben-Gutachten 1983 manipuliert…
…nun steht es fest. Wie die Süddeutsche Zeitung in einem heute veröffentlichten Artikel bekannt gibt, sind die Gutachten, die Gorleben als grundsätzlich taugliches Erkundungsbergwerk ausgeben, definitiv unter Bundeskanzler Kohl (CDU) geschönt worden!
Erstmals liegt nun der Öffentlichkeit (Süddeutsche Zeitung) ein Beweis in Form eines Telex vor, in dem „Text-Vorschläge“ aus den Ministerien für Forschung und für Inneres (Minister Heinz Riesenhuber [CDU] und Friedrich Zimmermann [CSU]) an die zuständige PTB (Physikalisch-Technische Bundesanstalt), zur Umformulierung und Entschärfung der Kritik an Gorleben formuliert werden.
„Ein Skandal“ findet Georg Gunkel-Schwaderer, Bildungssekretär im Jugendverband SJD-Die Falken. „Es wurde schon lange vermutet, dass es bei der Benennung Gorlebens nicht mit rechten Dingen zuging. Diese –auch laut geäußerte– Vermutung wurde aber gerade auch von der CDU immer unter Ideologieverdacht gestellt. Nun zeigt sich einmal mehr, dass unser Ansatz nicht von ‚Atomindustrie‘, sondern von ‚Atommafia‘ zu sprechen völlig richtig und mit Dokumenten unterfütterbar ist. Nach dem Transnuklear-Skandal und den eklatanten Verfehlungen bei den ‚Blähfässern‚ in Gorleben oder aktuell den illegalen und menschenverachtenden Machenschaften in Asse oder beim Bau des AKW-Grohnde… Immer wieder muss festgestellt werden: Die Damen und Herrn Atomiker gehen notfalls über Leichen! Und die CDU ist in diesem Sumpf mittendrin!“ so Gunkel-Schwaderer weiter.
Hier geht’s zum Artikel in der Süddeutschen Zeitung
Sep. 08 2009
Anti-Atom-Demonstration ein voller Erfolg!!!
Berlin. Die Anti-Atom-Bewegung ist wieder da! Dies wurde am vergangenen Wochenende deutlich, als unzählige Menschen den Weg zu,m Brandeburger Tor in der bundesrepublikanischen Hauptstadt Berlin fanden. Die Sicherheitsorgane sprachen von 36.000 Demonstranten, die Veranstalter von 50.000. Real waren es ganz offenbar deutlich mehr.
Beobachter stellten fest, dass um ca. 15:30 Uhr der Schluss des Demonstrationszuges noch immer in der Friedrichstraße steckte, während die Kundgebung bereits voll in Gang war!
Die veröffentlichten Zahlen von „mehreren Zehntausend“ DemonstrantInnen bezog sich aber immer nur auf die „Fan-Meile“ von der Siegessäule bis zum Brandenburger Tor!
Medienauswertung:
Bei WiderSetzen findet sich eine täglich aktualisierte Medienauswertung zur Demo. Recherchiert werden Massenmedien, wie auch Webseiten und Blogs im Netz…
Jenseits der Zahlen
Die Kundgebungsbeiträge machten es klar:
Wer „Schwarz-Gelb“ wählt,
wählt Atomkraft!
Ob Jungbauer Fritz Pothmer (25), Mitglied der „Bäuerlichen Notgemeinschaft“ aus dem Wendland oder Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz-Deutschland). Alle machen klar, dass sich jede kommende Bundesregierung warm anziehen muss, wenn sie der Atomkraft nicht ein Ende setzt.
Und das ist auch kein Wunder. Wie an anderer Stelle Mathias Edler betonte, dass alle „Endlager“ entweder nur geplant oder, so sie in Betrieb waren, bereits havariert seien.
Was für ein Wahnsinn. Endlager, die für Millionen von Jahren den Strahlenmüll von der belebten Welt fern halten sollen, halten nur höchstens 30-40 Jahre.
Das wird auch bei Gorleben nicht anders sein, nur mit dem entscheidenden Unterschied, dass eine Rückholung geborstener Endlagerbehälter dann gänzlich unmöglich sein wird.
Und vor diesem aberwitzigen (mit Witz hat das nichts zu tun!) Hintergrund sollen AKW noch länger, noch mehr Müll produzieren können???
Wer soll das noch begreifen?
Im Rahmen eines Impulsreferates über die Gefahren der Atomkraft fragte kurz vor der legendären Demo eine junge Falken-Jugendliche aus Lüneburg, was das für Menschen sein müssen, die solche Entscheidungen treffen. Welche Motivation sie hätten, wenn doch so eindeutig klar sei, zu welchen Folgen diese Entscheidungen führten…
Die Fakten liegen doch so klar auf der Hand:
– Atomstrom ist nicht billig!
– Atomkraft ist nicht sauber!
– Atomkraft ist nicht CO2-frei!
– Atomkraft ist nicht ungefährlich!
– Atomkraft (und gerade der Müll) ist nicht beherrschbar!
Die BI-Lüchow-Dannenberg sagt es seit Jahrzehnten: Die Atomkraft ist wie ein Flugzeug. Es ist gestartet jedoch ohne eine Landebahn.
Und die Anti-Atom-Bewegung stellt seit je her klar: Über die Frage der Endlagerung zu diskutieren, ohne gleichzeitig den Ausstieg festgelegt zu haben bedeutet, den laufenden Betrieb zu rechtfertigen.
Im Atomgesetz war einst festgeschrieben, dass kein deutsches AKW ohne einen Entsorgungsnachweis in Betrieb gehen dürfe. Was als „Entsorgung“ akzeptiert wird, hat sich in den Jahren immer wieder verändert und wurde zu Gunsten der Atomstromer den Realitäten angepasst.
Ein mörderisches Spiel!
Schluss damit!
Wählt am 27.09.2009 die Atomkraft ab!
CDU/CSU und FDP werden den unverantwortlichen Ausstieg aus dem ohnehin schwach verhandelten Ausstieg beschließen!!!
Sep. 02 2009
NDR-Magazin Panorama sendet neue Enthüllungen
Am heutigen Mittwoch, 02.09.09 sendet das Politmagazin „Panorama – Die Reporter“ auf N3 neue Enthüllungen und Hintergründe zum Thema Gorleben. Hier ein Auszug zum entsprechenden Beitrag:
Panorama – die Reporter: Desaster Atommüll – die Lüge vom sicheren Endlager
Wohin mit dem Atommüll? Die Zeitungen sind voller Schlagzeilen über den Endlager-Streit. NDR-Chefreporter Christoph Lütgert geht auf Spurensuche.
Er steigt in die Schächte des niedersächsischen Skandallagers Asse hinab und besucht die verzweigten Tunnel des Endlagers Morsleben. Er bekommt Tausende Atomfässer zu Gesicht und Kammern voller Strahlenlast. Dramatisch seine Eindrücke in der Asse: eindringendes Wasser, einsturzgefährdete Stollen, Stahlträger, die sich unter der Last des Berges verbiegen. Die bisherigen Versuche, Atommüll sicher einzulagern, sind erschütternd.
Schon heute gelten die bisherigen Teststandorte als nukleare Zeitbomben. Auch die Zweifel am geplanten Atom-Endlager Gorleben werden deshalb immer lauter. Lütgerts Recherchen belegen: Gefahren wurden auch hier offenbar immer wieder verdrängt, Zweifel beiseite geschoben.
Der Kieler Geologe Prof. Klaus Duphorn, der vor Jahrzehnten in einem Gutachten Zweifel an der Eignung von Gorleben geäußert habe, spricht in „Panorama – die Reporter“ davon, er sei bedrängt worden, damit er sein negatives Votum ändere. Der Leiter des Instituts für Geowissenschaften der Universität Jena, Prof. Gerhard Jentzsch sagt, er sehe die Gefahr, das Wasser von außen einfließen und Radioaktivität in die Umwelt gelange könne. Gibt es eine Lösung für unseren Atommüll?

Aug. 29 2009
Anti-Atom-Protest nach Berlin tragen
Podcast: Download
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Kommt alle:
Am kommenden Samstag, dem 05. September 2009 ist ein historisches Datum.
In Berlin werden zigtausend Menschen aus der gesamten Republik auf die Straßen der Bundeshauptstadt gehen, um den Gewähltwerdenwollenen dieses Landes die atomare Rote Karte zu zeigen.
Nach den Desastern im atomaren Endlager für angeblich schwach radioaktiven Müll, Asse II bei Wolfenbüttel und dem ehemaligen atomaren Endlager der DDR, in Morsleben, nach unzähligen Pannen in Krümmel, Brunsbüttel und diversen anderen Atomanlagen, deckte die BI-Umweltschutz-Lüchow-Dannenberg (kurz: BI) in den letzten Wochen etliche Skandale um das von der Atommafia und den konservativen favorisierten Standort Gorleben auf.
Angefangen von Milliarden an Steuergeldern, die –entgegen jahrelanger Beteuerungen– in den konkreten Ausbau von Endlagerstollen verklappt wurden, obwohl Gorleben angeblich nur ein ergebnisoffener Forschungsstandort ist, bis hin zur Bestätigung der –von der Anti-Atom-Bewegung seit der Benennung Gorlebens formulierten– Befürchtung, dass der Salzstock in Gorleben eben nur aus politischen Gründen favorisiert wurde (Gorleben lag damals an der DDR-Grenze, zu dem war der Landkreis sehr dünn besiedelt).
Wie die BI vorgestern mitteilte, sei die Eignung Gorlebens frei erfunden. In den letzten Protokollen des Gremiums zur Suche eines Endlagerstandorts wurden massive Zweifel am Gorlebener Salzstock benannt.
In der Abschlussfassung des gleichen Berichts wird Gorleben dann hoch gelobt.
Zur davor liegenden Sitzung erschienen überraschend hohe Beamte aus Bonn, die mit Druck auf diese Berichte Einfluss nahmen.
Das alles klingt wie in einem Krimi. Der Grund, warum in der Anti-Atom-Bewegung immer von Atommafia und nicht nur von Atomindustrie gesprochen wird, wird nach solchen Enthüllungen offenbar!
Nicht nur deshalb:
Bundesweite Anti-Atom-Größtdemo
am kommenden Samstag,
dem 5. September 2009
- Die bundesweite Organisation der Großdemo
- ContrAtom: Immer aktuelle Infos zu Anti-Atom-Themen (auch zur Demo)
- Seite der BI-Umweltschutz-Lüchow-Dannenberg
Aug. 17 2009
Nazis wollen auf Lambertiplatz demonstrieren!
Wie soeben bekannt wurde, haben die Nazis, um Manfred Börm, von der Stadt Lüneburg den Kundgebungsort Lambertiplatz genehmigt bekommen.
Sie wollen dort von 17:30 bis 20:00 Uhr eine Kundgebung abhalten.
Wir protestieren aufs schärfste dagegen, dass sich (Neo-)Nazis mitten in der Stadt breit machen können – noch dazu in direkter Nachbarschaft zum Gewerkschaftshaus, in dem die Geschichtswerkstatt und die „Initiative Stolpersteine in Lüneburg“ ihren Sitz hat.
Gerade auch vor dem Hintergrund, dass jüngst (Neo-) Nazis diese Gedenksteine geschändet, teilweise sogar aus dem Pflaster gerissen und vernichtet haben.
Dass nun solche Gruppierungen ihren braunen Gedankenmüll auf dem Lambertiplatz verklappen dürfen, ist ein Affront.
Alle LüneburgerInnen sind aufgerufen dagegen vor Ort lautstark zu protestieren!
Juli 14 2009
Demo in Frommestraße
Gezwungen fortschrittlich will sich das Bauvorhaben in der Frommestraße gerieren. Moderne Klötze mit viel Glas und massig kommen sie daher – auf den schicken Vierfarbdrucken des Bauträgers Sallier.
Die Kehrseite ist jedoch, dass sie sich „nicht historisierend“ neben den alten Gründerzeithäusern wie schlecht gemachte Lego-Bauwerke ausnehmen.
Ohne Gefühl, ganz im Stile einer wie auch immer zu bewertenden Architektur nehmen sie keine Rücksicht auf Begriffe, wie „Altstadt“, „Gewachsenheit“ oder ähnliche.
Wie von einem anderen Stern sollen sie in die Baulücke gepflotzt werden und die Befürworter nehmen die Kritik daran nicht ernst. Die Bauplanung wird –bis jetzt– in Gutsherrn Art durchgezogen.
Denn es gibt nicht nur ästhetische Gründe der Kritik. Ganz vorn an stehen massive Bedenken über den Baugrund. Der massive und schwere Bau soll direkt auf der Grenze des Senkungsgebietes stehen. Dieser Umstand hat nicht nur die direkten Anwohner auf den Plan gerufen, sondern auch die bereits sehr stark geschädigten Bewohner des Ochtmisser Kirchsteiges.
Dagegen wehrt sich seit Anbeginn eine BürgerInnen-Initiative. Nun, nach mehreren Anläufen ihren Protest in die Stadt zu tragen wird am nächsten
Samstag, dem 18.07.09 um 14:00 Uhr
eine Demonstration die Stimme lauter machen.
Das Programm:
14:00 Uhr – Auftakt im Scunthorpe-Park (Frommestraße)
17:00 Uhr – Kundgebung am Markt
18:00 Uhr – Abschlusskundgebung im Scunthorpe-Park




Ich weiß nicht wie richtig war die umstimmen des Südens dursch Orthodoxe Kirche! Da müßte mann ein Balace schaffen und…