Anfang des neuen Jahres sorgte der Videoauftritt des Lüneburger Bürgermeisters Dr. Gerhard Scharf in einem Youtube-Video eines rechten Bloggers für eine breite Diskussion in Lüneburg und darüber hinaus. Mittlerweile hat sich die Diskussion vertieft und dreht sich um das gesamte Themenfeld der Lüneburger Gedenk“kultur“. Sie war seit Jahrzehnten mit der so genannten „Lüneburger Linie“ dahingehend charkterisiert, dass umstrittene Denkmale und Gedenksteine nicht aus der Öffentlichkeit verbannt wurden – aber durch Erklärungstafeln historisch eingeordnet werden sollten… Dies wurde durch die „Manske-Friedensstiftung“ in die Tat umgesetzt.
Leider auf eine Art und Weise, die große Zweifel an der historischen Expertise aufkommen ließen, ja bis hin zum Vorwurf, hier sollte die Lufthoheit über die Geschichtsschreibung durch diese Stiftung errungen werden. Die Tafeln der Stiftung waren überwiegend in Tonfall und Diktion einem Gedenken der Gefallenen (Wehrmachtsangehörigen) verfasst – das Gedenken der Opfer wurde meist erst nach öffentlichen Diskussionen, nachträglich und dürftig (zweifelhaft) hinzugefügt.
Nun, im Nachgang und einigem Abstand nahm sich das neu gegründete Lüneburger „Jugendforum“ noch einmal des Themas „Causa Scharf“ an und beschloss folgende Stellungnahme. Sie ging zeitgleich auch der Landeszeitung und den Fraktionen des Lüneburger Rats zu. Eine Pressereaktion (Landeszeitung) war bis dato nicht zu erkennen.
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Statement des Jugendforums Lüneburg
Der Lüneburger Bürgermeister Gerhard Scharf (CDU), der durch seine Äußerungen im Video eines rechten YouTube-Bloggers auffällig geworden ist, hat durch die Bekräftigung seiner Aussagen am Ende des Videos und durch die Offenbarung seiner Funktion in der Stadt Lüneburg deutlich gemacht, dass er bitterernst meinte, was er gesagt hat. Seine rechtsnationalen Äußerungen zur 110. Infanterie-Division und die Erinnerungskultur in Deutschland jetzt wegen einer späten und nicht überzeugenden Entschuldigung, die er drei Minuten vor dem Rat der Stadt verlesen hat, zu vergessen und ihn weiterhin in Amt und Würden zu belassen, ist politische Blauäugigkeit.
Wir als Jugendforum der Hansestadt Lüneburg, als Interessenvertretung von Jugendlichen in und um Lüneburg, wollen es bei dieser bloßen Feststellung aber nicht belassen. Das Jugendforum erklärt sich unzufrieden mit dem schlaff en Ergebnis in der Scharf-Affäre. Darin, sich nicht entschieden gegen nationalistisch-rassistische Aussagen zu positionieren, sehen wir eine große Gefahr für den langfristigen Erhalt unserer Demokratie und die Grundrechte aller Menschen, egal von woher.
Wir lassen uns, im Gegensatz zu manchen Ratsmitgliedern nicht beeindrucken von Verdienstkreuzen und Doktortiteln: für uns entscheiden andere Werte, ob ein Volksvertreter ist oder nicht. Die 37 Ratsfrauen und -herren sitzen nicht zum Spaß im Stadtrat, sondern unter anderem, um uns ein Lüneburg zu vererben, in dem als absolutes Minimum diese Werte gelten: Toleranz, Weltoffenheit, historische und gegenwärtige Sensibilität. Die Parteien, die für den Verbleib von Bürgermeister Scharf gestimmt haben (CDU, AfD und Teile der SPD), haben diese Haltung nicht unter Beweis gestellt. Das Jugendforum Lüneburg prangert dies in aller Deutlichkeit an. Von Personen wie Gerhard Scharf trennen uns allzu große weltanschauliche Differenzen. Daher bitten wir den Rat, seine ohnehin knappe Entscheidung noch einmal zu überdenken und Herrn Scharf ggf. in den Ruhestand zu schicken.
Jugendforum Lüneburg, den 28.02.2018″
Jugendversammlungen haben in Lüneburg schon Tradition – vor allem im Wahlkampf…


Viele Menschen können sich heute eher ein Ende der Welt als ein Ende des Kapitalismus vorstellen. Erziehung in Kindergarten und Schule zielt zumeist auf die Anpassung in die bestehende Gesellschaft, kritische Bildung findet auch an Berufsschulen und Universitäten immer weniger statt. Um so wichtiger für eine emanzipatorische Linke, sich über Konzepte einer „ Gegenerziehung“ (Marcuse) und „Utopiekompetenz“ (Negt) auszutauschen.
Wie können Erziehung/Selbstbildung utopisches Denken, als Kritikfähigkeit und Möglichkeitssinn, als Begehrensausdruck und Motivation für praktisches Handeln, befördern? Darüber wollen wir bei diesem Workshop/Vortrag mehr erfahren und uns mit Allen Interessierten beraten.
ACHTUNG: DIESE VERANSTALTUNG SOLLTE BEREITS IM JUNI STATTFINDEN – MUSSTE ABER KURZFRISTIG ABGESAGT WERDEN. 
Mit rund 80 Jugendlichen war die U18-Wahlveranstaltung, die die AG-Jugendpartizipation des Stadtjugendrings organisert hatte, knacke voll besetzt.
Eckhard Pols (MdB CDU) wies darauf hin, dass es erst einmal eine Aufgabe der Städte und Gemeinden sei. Der Bund könne zwar Programme auflegen und damit die Länder unterstützen – aber die lassen wohl oftmals die Gelder auch versickern, so dass sie nicht in den Kommunen (Städte und Gemeinden) ankommt.
Klaus Petrasek (Vertreter des Kandidaten, Herrn Schmidt-Jortzig, FDP) fand die Anregung von Emil sehr gut. Er berichtete von einem Beispiel aus den Niederlanden, in dem es um eine Gemeinde ging, die massive Verkehrsprobleme hatte und sie unter anderem durch die Förderung des Radverkehrs sehr gut in den Griff bekam.
wesentliche Rolle, da es hierbei ja um ein emmissionsfreies Verkehrsmittel geht. Sie setzen sich unter anderem auch dafür ein, dass Fahrradfernwege gebaut werden, damit zum Beispiel auch das Pendeln zur Arbeit besser mit dem Rad möglich ist. Dafür setzen sich die Grünen ein, dass auf Bundesebene rund 800 Millionen Euro für diesen Ausbau bereitgestellt wird.
Michèl Pauli wies darauf hin, dass die Bundespolitik schon etwas machen könnte: Die Kommunen entlasten und dadurch überhaupt erst die Spielräume zu schaffen, dass Kinder und Jugendliche in den Städten und Gemeinden gemeinsam mit der Kommunalpolitik etwas bewegen können. Denn die meisten Kommunen leiden unter ihrer Verschuldung und können gar nicht so viel machen, wie es vielleicht wollten.



273 Tage nach der Kommunalwahl – Wir überprüfen Eure Wahlaussagen / Wahlversprechen…
Ich weiß nicht wie richtig war die umstimmen des Südens dursch Orthodoxe Kirche! Da müßte mann ein Balace schaffen und…