Veranstaltungsreihe „Facetten des Antisemitismus früher und heute“

In dieser Veranstaltungsreihe möchten wir uns den verschiedenen Facetten des Antisemitismus widmen. Was ist Antisemitismus eigentlich und welche Formen gibt es? Wie haben sich diese historisch entwickelt und wie zeigt sich Antisemitismus heute? Wie hängt Antisemitismus mit andere Diskriminierungsformen zusammen? Was können wir gegen Antisemitismus machen und was muss passieren, um Antisemitismus wirksam zu bekämpfen?

Auf diese und weitere Fragen wollen wir in mehreren Veranstaltungen im kommenden Jahr Antworten suchen und finden. Gemeinsam mit euch wollen wir uns fortbilden, Grundlagen lernen und uns gerne über Fragen austauschen die ihr mitbringt. Wir freuen uns über eure Teilnahme. Meldet euch für die Veranstaltungen einfach unter info@falken-hannover.de (Betreff Antisem-Workshop) an.

“Einführung zum israelbezogenen Antisemitismus: Zwischen Nationalstaatenkritik und Umwegskommunikation.”

In diesem Workshop widmen wir uns dem israelbezogenen Antisemitismus aus rassismuskritischer Perspektive und bilden uns gemeinsam fort. Wir schauen uns zwei Methoden an, um israelbezogenen Antisemitismus gegebenenfalls leichter zu erkennen. Zudem möchten wir mit euch über Handlungsoptionen ins Gespräch kommen. In Anbetracht der aktuellen und häufiger gewalttätigen antisemitischen Anschläge, ob Halle oder Hamburg, ist es umso wichtiger, dass wir uns als politische Linke gegen jeden Antisemitismus positionieren. Hierfür möchten wir eine Wissensgrundlage schaffen. Diese Einführungsveranstaltung bildet zugleich den Auftakt für unsere Veranstaltungsreihe “Facetten des Antisemitismus früher und heute”.

Wir freuen uns über eure Teilnahme am 8. April um 19 Uhr. Meldet euch hierfür einfach unter info@falken-hannover.de (Betreff Antisem-Workshop) an.

Zusammenhänge von Antifeminismus und Antisemitismus

In der neuen Rechten geben sich Antifeminismus und Antisemitismus die Hand. So ist es nicht überraschend, dass führende Rechte wie Attila Hildmann oder Martin Sellner von der Identitären Bewegung einem alten Bild heroischer dominanter Männlichkeit anhängen und gleichzeitig antisemitische Verschwörungsmythen verbreiten.

Doch wie hängen Antifeminismus und Antisemitismus genau zusammen? Wo liegen die Gefahren und wie haben sie sich historisch entwickelt?

Diesen Zusammenhängen möchten wir mit Rebecca Morsch von der Grünen Jugend am 27.05.2021 um 19 Uhr nachgehen. Nach Rebeccas Input wird es viel Zeit für Nachfragen und Diskussion geben. Meldet euch hierfür einfach unter info@falken-hannover.de (Betreff Antisem-Workshop) an.

Verdrängte Geschichte, komplexe Gegenwart – Widerstände für queere Jüd*innen”

Jüdisch. Das steht für viele für Tradition, für einen Gegensatz zur modernen Queer-Community. Queer & jüdisch, zusammen undenkbar? Nein, dass es queere Jüd*innen in Israel gibt, vor allem Tel Aviv, zeigt dass nicht-heteronormative Lebensentwürfe mit dem Judentum zusammen einhergehen. Aber: Queere Jüd*innen sind Widerständen ausgesetzt. In einer antisemitischen und heteronormativen Welt sind sie vielfach Hass ausgesetzt und in der Geschichte kommen sie kaum vor. Die Biographien queerer Menschen werden geleugnet, umgedichtet und die von Jüd*innen auf das Motiv jüdischer Opfer im Holocaust verengt. Beides hat mit Verdrängung zu tun.

Aber was genau wird verdrängt? Warum erzählt man ihre Geschichten so ungerne? Und: Gibt es einen Zusammenhang zu den Protesten von Querdenken & Co?

Antworten zu finden ist nicht einfach. Dennoch versuchen wir gemeinsam mit Monty Ott am 4. Mai um 18:00 Uhr einige zu finden. Meldet euch hierfür einfach unter info@falken-hannover.de (Betreff Antisem-Workshop) an.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Facetten des Antisemitismus früher und heute“ statt.

Noch Offen:

Im Gespräch mit Elke Gryglewski zu Antisemitismus in der Gedenkstättenarbeit”

Mit einem Impulsvortrag von Elke Gryglewski, Leiterin der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und anschließender Diskussion.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Antisemitismus in der Gedenkstättenarbeit eine Rolle spielt und zutage tritt. Die letzten Jahre sogenannten „Rechtsrucks“ mit einer rechtsextremen Partei in den Parlamenten, rechten Großdemonstrationen und den Corona-Leugner-Protesten mit zunehmenden verschwörungsideologischem Potential sind sicherlich nicht spurlos an der Gedenkstättenarbeit vorüber gegangen. Welche Herausforderungen ergeben sich aus dieser politischen Entwicklung für die Gedenkstättenpädagogik? Welche politische Verantwortung tragen Gedenkstätten und Träger*innen der Erinnerungskultur? Über diese Fragen möchten wir gerne mit Elke Gryglewski ins Gespräch kommen.

Meldet euch hierfür einfach unter info@falken-hannover.de (Betreff Antisem-Workshop) an.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Facetten des Antisemitismus früher und heute“ statt.

VVN-Gemeinnützigkeit: Erster großer Erfolg der bundesweiten Solidarität

Finanzamt rudert zurück – VVN-BdA ab 2019 wieder gemeinnützig!

Hier die Pressemitteilung der Bundesvereinigung der VVN-BdA:

Finanzamt rudert zurück – VVN-BdA ab 2019 wieder gemeinnützig!
Der erste Schritt ist getan: Über unsere Anwälte erreichte uns heute die Mitteilung des Finanzamtes für Körperschaften I in Berlin für das Jahr 2019: die VVN-BdA ist wieder gemeinnützig.
Das ist ein gutes und wichtiges Signal für den Antifaschismus in diesem Land!
   Zur Begründung teilt das Finanzamt mit, die Gemeinnützigkeit könne „nach eingehender Prüfung“ gewährt werden, da die Bundesvereinigung der VVN-BdA im Jahr 2019 im Verfassungsschutzbericht des bayerischen Geheimdienstes nicht mehr als „extremistische Organisation“ eingestuft sei. Aufgrund der geänderten Einstufung stehe der Paragraph 51 der Abgabenordnung der Anerkennung der Gemeinnützigkeit „nicht im Wege“.
Die VVN-BdA wertet das als Signal, dass die Vernunft siegen wird und wir sind jetzt zuversichtlich, bald auch eine positive Nachricht für die Jahre 2016-18 zu erhalten.
   An dieser Stelle bedanken wir uns schon einmal bei allen, die uns bei dieser schwierigen und langen Auseinandersetzung unterstützt haben! Durch die große Solidarität, die verstärkte Öffentlichkeit und den lauten Protest von Vielen wurde deutlich, welche Bedeutung die VVN-BdA in diesem Land bis heute innehat, und dass Antifaschismus eine breite gesellschaftliche Basis hat.

Gemeinsam sind wir stark!

Für Presseanfragen stehen wir gerne zur Verfügung.
Kontakt: Hannah Geiger (Pressereferentin VVN-BdA) presse@vvn-bda.de Mobil |Mobile +49 (0)178 2785958 Telefon (+49) 030-55579083-4 Telefax (+49) 030-55579083-9

Die Verfolgung der Sinti und Roma in Lüneburg

Unter diesem Titel brachte die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschist*innen, Kreisvereinigung Lüneburg, im Jahre 2008 eine erste Broschüre heraus, in der sie ihre Forschungsergebnisse zu diesem Thema veröffentlichte.

Nun, 12 Jahre später haben die Falken und die VVN, im Rahmen der Lüneburger Wochen gegen Rassismus, einen Film produziert, in dem weitestgehend der aktuelle Stand der Recherchen zusammengetragen werden und reich bebildert von Akteur*innen der VVN und einer Lehrerin vorgetragen werden. Sie hatte mit Schüler*innen einer Adendorfer Schule zum von den Nazis ermordeten Kind, Wolfgang Czaja (später von den Nazis in Wolfgang Mirosch umbenannt) gearbeitet und an der ehemaligen Dorfschule in Adendorf für einen würdigen Gedenkort gesorgt.

Dies ist der erste Film einer geplanten weiteren, filmerischen Zusammenarbeit zwischen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschist*innen, Kreisvereinigung Lüneburg mit der Mediensparte der Falken in Nordniedersachsen…

19.03.2021: Globaler Klimastreik trotz Lockdown

Am vergangenen Freitag waren wir wieder auf der Straße: “Alle für das 1,5°-Ziel”, der im Pariser Klimaabkommen festgelegten Roten Linie…

Wieder haben Jugendliche Monate lang organisiert, mobilisiert und eine unglaublich kraftvolle Demo auf die Beine gestellt. Und trotz aller Widrigkeiten der Pandemie und der aktuell stark steigenen Inzidenzen, die wie fette Knüppel immer wieder zwischen ihre Füße geworfen wurden, haben sie es geschafft, mindestens 600 Lüneburger:innen auf die Straße zu bringen!

Das zählt bei diesen Bedingungen dreifach!!!

Hier ein kleiner Zusammenschnitt der auf der Kundgebung am Sande gemachten Aufnahmen…

Freundschaft! und weiter so…

Die Verfolgung von Sinti und Roma…

In kürze starten die Veranstaltungen der Lüneburger Wochen gegen Rassismus. Auch in diesem Jahr haben sich wieder viele Gruppen, Initiativen, Vereine und Verbände an der Gestaltung beteiligt – und dies unter wirklich erschwerten Bedingungen! Das Gesamtprogramm findet Ihr unter diesem Post, als PDF.

Screen aus dem Film “Die Verfolgung von Sinti und Roma in Lüneburg…”

Auf zwei Veranstaltungen wollen wir aber in diesem Jahr besonders hinweisen:

Die VVN/BdA ist mit zwei Veranstaltungen bei den Lüneburger Wochen gegen Rassismus dabei, die gemeinsam mit der Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten/Kompetenzstelle gegen Antiziganismus durchgeführt werden.

• Am Freitag, 19. März, wird ab 17.00 Uhr eine musikalische Autorenlesung mit Christiane Richers und Kako Weiss unter dem Titel „Spiel Zigeunistan“ zu sehen sein, die von den Erfahrungen der Familie Weiss erzählt und sich mit antiziganistischen Vorurteilen und Klischees auseinandersetzt.

Zoom-Veranstaltung Spiel Zigeunistan (Koga/VVN-BdA)
https://zoom.us/j/97704285175?pwd=K25DNzJPekNzWlAzTUl2QWZ5M2dndz09
Meeting-ID: 977 0428 5175
Kenncode: 761687

Screen aus dem gezeigten Film

• Am Dienstag, den 23. März steht für 17.00 Uhr eine Veranstaltung auf dem Programm, die den Titel trägt „Die Verfolgung der Lüneburger Roma und Sinti im Nationalsozialismus und der daraus erwachsene Auftrag an die heutige (Stadt-) Gesellschaft“.

Screen aus dem Film “Die Verfolgung der Sinti und Roma in Lüneburg…”

Die VVN/BdA Kreisvereinigung Lüneburg hat in den letzten Wochen gemeinsam mit den Falken (MOBiRED) einen Film zum Thema gedreht und werden eine Kurzversion zeigen. Der Film in voller Länge ist dann in den Tagen darauf über die Homepages der VVN/BdA KV Lüneburg und auf unseren Seiten, der Falken-Nordniedersachsen, also hier zu sehen.

Zoom-Veranstaltung: Die Verfolgung der Lüneburger Roma und Sinti im NS… (KogA/VVN-BdA)
https://zoom.us/j/95951247118?pwd=M2UrR2tDNWs0N0EyeHZwc0RvenFPQT09
Meeting-ID: 959 5124 7118
Kenncode: 404284

Das Programm der Lüneburger Wochen gegen Rassismus zum Download:

Fritz Bringmann unvergessen

Fritz, bei seiner 90. Geburtstagsfeier in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Fritz Bringmann, Antifaschist und Überlebender des Naziregimes, wäre heute 103 Jahre alt geworden. Er war 2007, wenige Tage nach seinem 89. Geburtstag in Lüneburg und beantwortete über eine eineinhalb Stunden die Fragen von Jugendlichen und weiteren Interessierten zu seinem Leben. Dies wurde vorher vom Schauspieler Reiner Schmitt in einer Lesung des Buchs “Lebenserinnerungen eines Antifaschisten” vorgestellt, was Fritz drei Jahre zuvor veröffentlicht hatte.

Cover des Buches “Lebenserinnerungen eines Antifaschisten”, 2004 Konkret Literatur-Verlag, ISBN-13 : 978-3894582319

Fritz war deutscher Kommunist und Widerstandskämpfer. Er wurde fast 10 Jahre von den Nazis eingekerkert, davon viele Jahre in den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Neuengamme. Trotz Terror und Misshandlungen blieb er standhaft und half seinen Mithäftlingen.
Nach der Befreiung engagierte er sich in der VVN und insbesondere in der Amicale Internationale de Neuengamme, deren Generalsekretär, Vizepräsident und später Ehrenpräsident war. In diesem Rahmen spielte er viele Jahre eine verdienstvolle Rolle in der FIR und bei der Gründung der Antifaschistischen Erholungsstätte Heideruh in der Nordheide, bei Buchholz.

Fritz Bringmann starb vor 10 Jahren, Ende März 2011 im Alter von 93 Jahren.

Fritz, Du bist auch an Deinem 103. Geburtstag nicht vergessen!

Franz Holländer – Einblick in die Arbeiten…

Kinder malen und zeichnen ein Plakat zu Franz Holländer

Eigentlich sollte die Ausstellung zum Thema “Erinnern / Vergessen” im Heinrich-Heine-Haus schon im April stattfinden – aber dann kam …

Tja, wie so viele tolle Sachen konnte es dann nicht stattfinden. Dabei waren die Kinder der “Rot ist mehr als eine Farbe”-Gruppe schon so gut im Zeitplan. Aber dann, im Lockdown und der anschließend nahezu heruntergefahrenen Jugendarbeit, in Videokonferenzen, konnte nicht mehr so richtig an den Ausstellungselementen gearbeitet werden.

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Utopie im Kurpark

Für Anfang Oktober planen Klimaaktivist*innen ein Camp im Lüneburger Kurpark. Sie wollen damit auf das Thema Klimagerechtigkeit aufmerksam machen.

„Ich brauche noch mehr Farbe“, sagt die Aktivistin Mika und verhindert gerade noch rechtzeitig, dass ihr Jackenärmel und der Pinsel kollidieren. Das Transparent ist fast fertig gemalt, ein wenig bunter soll es noch werden. „Global denken – lokal campen“, das Motto des ersten Klimacamps in Lüneburg, kann man darauf lesen.

Vom 08.10. bis zum 11.10. soll dieses Camp im südlichen Teil des Lüneburger Kurparks stattfinden, die Veranstalter*innen erwarten 200 bis 300 Teilnehmende. Gedacht ist es als eine Weiterbildungs- und Vernetzungsmöglichkeit, erzählt Robert, der wie Mika zu dem Organisator*innenkreis gehört. „Mehr als 25 Initiativen und Organisationen haben daran mitgewirkt.“

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Globaler Klimastreik in Lüneburg erfolgreich!

Zum ersten globalen Klimastreik seit Ausbruch der Corona-Pnademie kamen in Lüneburg über 1.100 Menschen zusammen.Die großartigen Bemühungen bei der Organisation – vor allem in Bezug auf das umfassende Hygiene- und Abstandskonzept der Jugendlichen von FfF – haben sich also durchaus so richtig gelohnt.Im Rahmen der heutigen Demonstration kamen mehrere Initiativen zusammen, so auch der neue Verein “Unser Wasser” (www.unserwasser-bi-lueneburg.de), die sich seit Wochen für ein vernünftiges Niedersächsisches Wassermanagement einsetzen. Hintergrund sind die Bestrebungen des Konzerns Coca-Cola in Lüneburg den dritten Brunnen für ihr Plastikflaschenwasser zu bohren. Gerade in Zeiten, in denen Wasser immer knapper, die Jahre immer trockener werden, stößt dies auf Unverständnis und Verärgerung in weiten Teilen der Lüneburger Bevölkerung.

Tägliche Moria-Mahnwachen auf Marktplatz

Mahnwache auf dem Lüneburger Marktplatz mit Riesenbanner der Seebrücke Lüneburg

Seit einer knappen Woche findet eine tägliche Mahnwache auf dem Lüneburger Marktplatz statt. Sie richtet sich gegen die unmenschlichen Zustände im mittlerweile ausgebrannten Lager für Geflüchtete in Moria und appelliert an die Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik, sich der in Not befindlichen Menschen anzunehmen und den universellen Menschenrechten endlich Geltung zu verschaffen, indem diese Menschen in sichere Regionen gebracht und menschenwürdig behandelt werden.

Es handelt sich doch um Menschen!!!

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