Die Verfolgung von Sinti und Roma…

In kürze starten die Veranstaltungen der Lüneburger Wochen gegen Rassismus. Auch in diesem Jahr haben sich wieder viele Gruppen, Initiativen, Vereine und Verbände an der Gestaltung beteiligt – und dies unter wirklich erschwerten Bedingungen! Das Gesamtprogramm findet Ihr unter diesem Post, als PDF.

Screen aus dem Film „Die Verfolgung von Sinti und Roma in Lüneburg…“

Auf zwei Veranstaltungen wollen wir aber in diesem Jahr besonders hinweisen:

Die VVN/BdA ist mit zwei Veranstaltungen bei den Lüneburger Wochen gegen Rassismus dabei, die gemeinsam mit der Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten/Kompetenzstelle gegen Antiziganismus durchgeführt werden.

• Am Freitag, 19. März, wird ab 17.00 Uhr eine musikalische Autorenlesung mit Christiane Richers und Kako Weiss unter dem Titel „Spiel Zigeunistan“ zu sehen sein, die von den Erfahrungen der Familie Weiss erzählt und sich mit antiziganistischen Vorurteilen und Klischees auseinandersetzt.

Zoom-Veranstaltung Spiel Zigeunistan (Koga/VVN-BdA)
https://zoom.us/j/97704285175?pwd=K25DNzJPekNzWlAzTUl2QWZ5M2dndz09
Meeting-ID: 977 0428 5175
Kenncode: 761687

Screen aus dem gezeigten Film

• Am Dienstag, den 23. März steht für 17.00 Uhr eine Veranstaltung auf dem Programm, die den Titel trägt „Die Verfolgung der Lüneburger Roma und Sinti im Nationalsozialismus und der daraus erwachsene Auftrag an die heutige (Stadt-) Gesellschaft“.

Screen aus dem Film „Die Verfolgung der Sinti und Roma in Lüneburg…“

Die VVN/BdA Kreisvereinigung Lüneburg hat in den letzten Wochen gemeinsam mit den Falken (MOBiRED) einen Film zum Thema gedreht und werden eine Kurzversion zeigen. Der Film in voller Länge ist dann in den Tagen darauf über die Homepages der VVN/BdA KV Lüneburg und auf unseren Seiten, der Falken-Nordniedersachsen, also hier zu sehen.

Zoom-Veranstaltung: Die Verfolgung der Lüneburger Roma und Sinti im NS… (KogA/VVN-BdA)
https://zoom.us/j/95951247118?pwd=M2UrR2tDNWs0N0EyeHZwc0RvenFPQT09
Meeting-ID: 959 5124 7118
Kenncode: 404284

Das Programm der Lüneburger Wochen gegen Rassismus zum Download:

Fritz Bringmann unvergessen

Fritz, bei seiner 90. Geburtstagsfeier in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Fritz Bringmann, Antifaschist und Überlebender des Naziregimes, wäre heute 103 Jahre alt geworden. Er war 2007, wenige Tage nach seinem 89. Geburtstag in Lüneburg und beantwortete über eine eineinhalb Stunden die Fragen von Jugendlichen und weiteren Interessierten zu seinem Leben. Dies wurde vorher vom Schauspieler Reiner Schmitt in einer Lesung des Buchs „Lebenserinnerungen eines Antifaschisten“ vorgestellt, was Fritz drei Jahre zuvor veröffentlicht hatte.

Cover des Buches „Lebenserinnerungen eines Antifaschisten“, 2004 Konkret Literatur-Verlag, ISBN-13 : 978-3894582319

Fritz war deutscher Kommunist und Widerstandskämpfer. Er wurde fast 10 Jahre von den Nazis eingekerkert, davon viele Jahre in den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Neuengamme. Trotz Terror und Misshandlungen blieb er standhaft und half seinen Mithäftlingen.
Nach der Befreiung engagierte er sich in der VVN und insbesondere in der Amicale Internationale de Neuengamme, deren Generalsekretär, Vizepräsident und später Ehrenpräsident war. In diesem Rahmen spielte er viele Jahre eine verdienstvolle Rolle in der FIR und bei der Gründung der Antifaschistischen Erholungsstätte Heideruh in der Nordheide, bei Buchholz.

Fritz Bringmann starb vor 10 Jahren, Ende März 2011 im Alter von 93 Jahren.

Fritz, Du bist auch an Deinem 103. Geburtstag nicht vergessen!

Franz Holländer – Einblick in die Arbeiten…

Kinder malen und zeichnen ein Plakat zu Franz Holländer

Eigentlich sollte die Ausstellung zum Thema „Erinnern / Vergessen“ im Heinrich-Heine-Haus schon im April stattfinden – aber dann kam …

Tja, wie so viele tolle Sachen konnte es dann nicht stattfinden. Dabei waren die Kinder der „Rot ist mehr als eine Farbe“-Gruppe schon so gut im Zeitplan. Aber dann, im Lockdown und der anschließend nahezu heruntergefahrenen Jugendarbeit, in Videokonferenzen, konnte nicht mehr so richtig an den Ausstellungselementen gearbeitet werden.

Weiterlesen

Utopie im Kurpark

Für Anfang Oktober planen Klimaaktivist*innen ein Camp im Lüneburger Kurpark. Sie wollen damit auf das Thema Klimagerechtigkeit aufmerksam machen.

„Ich brauche noch mehr Farbe“, sagt die Aktivistin Mika und verhindert gerade noch rechtzeitig, dass ihr Jackenärmel und der Pinsel kollidieren. Das Transparent ist fast fertig gemalt, ein wenig bunter soll es noch werden. „Global denken – lokal campen“, das Motto des ersten Klimacamps in Lüneburg, kann man darauf lesen.

Vom 08.10. bis zum 11.10. soll dieses Camp im südlichen Teil des Lüneburger Kurparks stattfinden, die Veranstalter*innen erwarten 200 bis 300 Teilnehmende. Gedacht ist es als eine Weiterbildungs- und Vernetzungsmöglichkeit, erzählt Robert, der wie Mika zu dem Organisator*innenkreis gehört. „Mehr als 25 Initiativen und Organisationen haben daran mitgewirkt.“

Weiterlesen

Globaler Klimastreik in Lüneburg erfolgreich!

Zum ersten globalen Klimastreik seit Ausbruch der Corona-Pnademie kamen in Lüneburg über 1.100 Menschen zusammen.Die großartigen Bemühungen bei der Organisation – vor allem in Bezug auf das umfassende Hygiene- und Abstandskonzept der Jugendlichen von FfF – haben sich also durchaus so richtig gelohnt.Im Rahmen der heutigen Demonstration kamen mehrere Initiativen zusammen, so auch der neue Verein „Unser Wasser“ (www.unserwasser-bi-lueneburg.de), die sich seit Wochen für ein vernünftiges Niedersächsisches Wassermanagement einsetzen. Hintergrund sind die Bestrebungen des Konzerns Coca-Cola in Lüneburg den dritten Brunnen für ihr Plastikflaschenwasser zu bohren. Gerade in Zeiten, in denen Wasser immer knapper, die Jahre immer trockener werden, stößt dies auf Unverständnis und Verärgerung in weiten Teilen der Lüneburger Bevölkerung.

Tägliche Moria-Mahnwachen auf Marktplatz

Mahnwache auf dem Lüneburger Marktplatz mit Riesenbanner der Seebrücke Lüneburg

Seit einer knappen Woche findet eine tägliche Mahnwache auf dem Lüneburger Marktplatz statt. Sie richtet sich gegen die unmenschlichen Zustände im mittlerweile ausgebrannten Lager für Geflüchtete in Moria und appelliert an die Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik, sich der in Not befindlichen Menschen anzunehmen und den universellen Menschenrechten endlich Geltung zu verschaffen, indem diese Menschen in sichere Regionen gebracht und menschenwürdig behandelt werden.

Es handelt sich doch um Menschen!!!

Weiterlesen

Moria ist ausgebrannt – Solidarität!!!

Rettungsweste bei der Kundgebung zur Solidarität mit den Menschen aus dem Lager Moria, die alles verloren haben

Vielleicht nicht mehr so ganz spontan, dafür aber um so aussagekräftiger war die von der Lüneburger Seebrücke organisierte Solidaritätsdemo heute in Lüneburg, an der sich rund 250 Menschen beteiligten.

Nachdem in den letzten Tagen an vielen Orten weltweit, der Ruf lauter wurde, doch endlich alle Lager, in denen Geflüchtete unter menschenunwürdigen Bedingungen leben müssen, zu räumen und sie in Europa zu verteilen, wurde –vor allem, nachdem das völlig überlastete Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos vor 3 Tagen komplett niedergebrannt wurde und die knapp 13.000 Menschen nun obdachlos sind– heute auch in Lüneburg demonstriert.

Weiterlesen

Lager Moria (Lesbos) durch Feuer vernichtet!

Ein Großfeuer in der völlig überbelegten Lager für Geflüchtete in Moria auf der griechischen Insel Lesbos vernichtete das Lager komplett. Rund 13.000 Menschen obdachlos.
(Quelle: Youtube – das Bild dient der Auseinandersetzung mit dem Thema)

Gestern Nacht brachen im Geflüchtetenlager Moria auf Lesbos schwere Brände aus, die nahezu das gesamte Lager zerstörten. In Moria leben aktuell knapp 13.000 Menschen obwohl es lediglich für 2800 Personen ausgelegt ist. Seit vielen Jahren fordern wir und viele andere diese Menschen endlich in Deutschland und Europa aufzunehmen und ihnen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.

Die Europäische Union und die Bundesregierung haben diese humanitäre Katastrophe mit ihrer rassistischen Migrationspolitik zu verantworten. Die militärische Abschottung der Außengrenzen, sowie die menschenfeindlichen Deals mit Ländern wie Libyen und der Türkei haben die Situation immer weiter eskalieren lassen. Selbst bei dem jüngsten Ausbruch des Coronavirus wurden die Menschen unter diesen unwürdigen Verhältnissen einfach sich selbst überlassen.

Wir fordern:

  • Eine sofortige Evakuierung aller Lager wie Moria und den unverzüglichen Zugang zu Wasser, Verpflegung, Hygieneartikeln und medizinischer Versorgung!
  • Den sofortigen Stopp der Kriminalisierung der Seenotrettung und die menschenwürdige Unterbringung aller Geflüchteten!
  • Das Ende aller Kriegspolitik und die effektive Bekämpfung von Fluchtursachen!

(Diese Erklärung wurde von unseren Genoss*innen in Braunschweig veröffentlicht.
Wir schließen ihr uns an.)

Antikriegstag in Lüneburg

Mehr Tauben, als Antikriegstagsdemonstrant*innen?!

Am Samstag, den 29. August schien es zunächst so, als wären mehr Tauben im Clamartpark, als Menschen. Dann kamen an dem Nachmittag aber doch rund 200 Menschen zusammen, um für Frieden, gegen Krieg und die permanente Aufrüstung zu demonstrieren. Und dies unter widrigen Umständen: Mit Mund-Nasen-Schutz und Abstand zueinander.

Zwar ist es schon ein geübteres Ritual, diese „A-H-A“-Regeln einzuhalten, bei Demos und Kundgebungen ist es aber stellenweise noch etwas befremdlich. Vielleicht war dies auch ein Grund dafür, dass so wenige Menschen an der Kundgebung teilnahmen, trotz besten Wetters?

Weiterlesen

Wasser schmeckt auch aus der Leitung…

Am Freitag, den 28. August kamen rund 1.200 Menschen auf dem Lüneburger Marktplatz zusammen, um der hier ansässigen Firma Apollinaris Brands GmbH und den verantwortlichen aus Politik und Gesellschaft zu sagen: „Das Wasser gehört der Allgemeinheit und nicht Coca Cola!“.

In eindrücklichen Redebeiträgen wurden die Hauptargumente genannt, die mit dem schwindenden Gut „Wasser“, dem Klimawandel und überhaupt den im Kapitalismus, wie selbstverständlich verscherbelten, natürlichen Ressourcen zusammen hängen. Viele Fragen stellten die Redner*innen in ihren Beiträgen an Politik und an Coca Cola.

Weiterlesen

Accessibility Toolbar